Wenn man ein Blog betreibt, bekommt man es früher oder später auch mit Spammern zu tun. Diese posten Kommentare mit Links zu ihren Websites.

Manche dieser Kommentare sind recht eindeutig Spam, weil der Kommentartext nur aus sinnlosen Wörtern/Sätzen besteht und mindestens einen oder mehrere Links enthält. Oft sind diese Links auch schlecht formatiert, so dass zum Beispiel die HTML-Zeichen sichtbar sind oder Ähnliches. Solche Spam-Kommentare kann man schnell erkennen und sie entweder erst gar nicht freischalten oder direkt löschen.

Allerdings gibt es noch eine weniger auffällige Art von Spam-Kommentaren. Dabei schreibt der Spammer (oder die Spammerin – wer weiß schon, wer am anderen Ende sitzt?) einen scheinbar sinnvollen Kommentar und verlinkt über das Feld “Website” in der Kommentarfunktion auf sein eigenes Angebot.

Diese Art von Spam ist schwieriger zu beurteilen. Man muss zwei Punkte gemeinsam beurteilen

  1. Den Inhalt des Kommentars: ist dieser wirklich sinnvoll und auf meinen eigenen Blog-Beitrag bezogen?
  2. Die verlinkte Website.

Die Entscheidungsfindung lässt sich an Beispielen nachvollziehen.

Beispiel 1 – Recht eindeutig Spam

Zu einem Beitrag über ein Praktikum wird folgender Kommentar gepostet:

Hallo. Magst du mir bitte erzählen, wie dein Theme heißt? Ich würde das gerne selbst für meine Seite nutzen. Danke!

Das ist zwar nicht direkt auf den Inhalt meines Beitrag bezogen, klingt aber nach einer normalen Anfrage. Ungewöhnlich ist die Anfrage deshalb, weil die meisten Blogs irgendwo in der Seitenleiste oder im Fußbereich angeben, wie das verwendete Theme (das Design) heißt.

Außerdem hat der Kommentierer im Feld “URL” (wo man beim Kommentieren die eigene Website eintragen kann) ein Porno-Angebot verlinkt. Vor diesem Hintergrund wird klar, warum der Kommentar so allgemein gehalten ist und sich nicht auf den Artikel bezieht: Diesen Kommentartext kann man in hunderten Blogs so verwenden und ihn einfach per Kopieren und Einfügen posten. Man erhält damit eine große Zahl Links auf das Porno-Angebot, was dessen Einstufung bei den Suchmaschinen verbessert.

Urteil: Kommentar umgehend löschen.

Beispiel 2 – Möglicherweise Spam

Nehmen wir an, zum selben Beitrag wurde der gleiche oben zitierte Kommentartext gepostet. Dieses Mal ist die verlinkte Seite http://www.schnell-viel-geld-verdienen.de. Dort verbirgt sich ein Angebot, bei dem man ein Buch im PDF-Forma für 20 EUR kaufen kann, das tolle Tipps enthält, wie man schnell viel Geld verdienen kann.

Zunächst ist das nicht verwerflich, dennoch kann man sich fragen, ob das Angebot wohl seriös ist und ob man wirklich einen Link dazu auf dem eigenen Blog haben möchte. Die Entscheidung, ob man den betreffenden Kommentar löscht oder nicht, hängt in diesem Fall allein davon ab, wie man die verlinkte Website einschätzt.

Urteil: Verlinkte Website genau prüfen und danach über den Kommentar entscheiden.

Beispiel 3 – Wahrscheinlich kein Spam, vielleicht aber doch

Nehmen wir wieder an, zum selben Beitrag über ein Praktikum wurde der oben zitierte Text gepostet. Im Feld “URL” wurde http://www.finanzberatung-mueller.de eingetragen. Das scheint die Website einer kleinen Finanzberatungsfirma zu sein, die u.a. Versicherungen und Geldanlagen verkauft. Es ist eine Firmenadresse angegeben und es sind verschiedene Infos über die Firma vorhanden.

In diesem Fall könnte es durchaus sein, dass der Inhaber der Firma tatsächlich aus inhaltlichem Interesse den Kommentar gepostet und dabei (aus seiner Sicht völlig zu Recht) seine Website im Feld “Deine Website” eingetragen hat. Zwar könnte mir das zweifelhaft vorkommen, weil es möglich ist, dass der Kommentar auch nur aus Werbezwecken gepostet wurde. Dennoch scheint die verlinkte Website seriös.

Urteil: Nicht ganz klar, aber wahrscheinlich kein Spam. Kommentar freischalten bzw. sichtbar lassen.

Fazit

Das Moderieren von Kommentaren kann manchmal mühsam und verzwickt sein. Glücklicherweise kommen die hier beschriebenen Formen von Kommentarspam nur selten vor, weil sie für den Spammer relativ aufwendig sind. Als Warnleuchte kann man die Frage benutzen, ob der Kommentar sich inhaltlich auf den eigenen Beitrag bezieht oder (so wie oben) sehr allgemein und oberflächlich bleibt.

Wenn man ein Blog betreibt, muss man sich aber im Klaren darüber sein, dass man eine rechtlich Verantwortung übernimmt. Denn wenn man z.B. Links auf illegale Inhalte als solche erkennt, ist man verpflichtet, diese Links zu löschen. Außerdem möchte man natürlich möglichst auf dem eigenen Blog keine Links zu Porno-Sites und ähnlichem Kram haben.

Es ist daher sehr wichtig, die Kommentare immer zu beobachten und innerhalb weniger Tage zu moderieren, damit man in dieser Hinsicht keine bösen Überraschungen erlebt.

Andreas Sander startet eine Aktion für “Blog-Frischlinge”, die ihr Blog bekannt machen und damit mehr Leser gewinnen möchten.

Wer Interesse hat, findet alle nötigen Infos in diesem Post auf seinem Blog.

Bloggen macht gleich noch mal so viel Freude, wenn man Kommentare von Besuchern bekommt. Kommentare sind ein Zeichen dafür, dass jemand meinen Beitrag gelesen und sich sogar die Mühe gemacht hat, darauf zu antworten. Das erfreut jeden Autor eines Textes.

Damit das “Gespräch” in einem Blog läuft, sollte man einige Punkte beachten.

Kommentare moderieren

Bei WordPress.com werden neue Kommentare in der Regel zunächst in die “Moderationsschleife” geschickt. Als Blog-Besitzer bekomme ich eine E-Mail mit dem Hinweis, dass ein neuer Kommentar eingegangen ist und dass man diesen “moderieren” soll. Das bedeutet, ich muss entscheiden, ob ich den Kommentar freigebe und er damit sichtbar wird oder ob er nicht öffentlich werden soll.

Normalerweise sollte man Kommentare zügig freischalten, damit die Besucher sehen, dass ihr Beitrag geschätzt wird und damit der Austausch im Blog nicht durch lange Pausen abgewürgt wird.

Es gibt aber auch Gründe, einen Kommentar nicht freizugeben:

  • Wenn der Kommentar beleidigend, verletzend oder aggressiv ist (gegen den Blog-Autor oder gegen andere Personen), sollte man ihn nicht freigeben.
  • Hat der Kommentar nichts mit dem Beitrag zu tun und enthält er Links zu Websites, die ebenfalls nichts mit dem Beitrag oder dem eigenen Blog zu tun haben, sollte man ihn ebenfalls nicht freigeben. In diesem Fall ist der Kommentar wohl Spam. Spammer nutzen neben den bekannten E-Mail-Wegen auch Blogs, um auf ihre zweifelhaften Websites aufmerksam zu machen.

Antworten

Wenn ich einen Kommentar erhalte, sollte ich möglichst zügig überlegen, ob eine Antwort erwartet wird. Selbst wenn der Kommentar nicht ausdrücklich nach einer Antwort verlangt, kann ich mich z.B. für die Rückmeldung bedanken oder sonstwie kurz reagieren. Das zeigt den Lesern, dass ich als Autor selbst aktiv an der Diskussion teilnehme und dass die Kommentare auch gelesen und geschätzt werden.

“Seltsame Kommentare”

Unter Umständen finde ich Kommentare zum Moderieren vor, die scheinbar abgeschnittene Sätze enthalten. Diese können z.B. so aussehen:

[...] „Urheberrecht und Bloggen“: Blogposts illustrieren – Urheberrecht respektieren undBlogposts illustrieren – Fotos finden von [...]

Auf den ersten Blick könnte ich das für Spam halten. In Wahrheit sind dies jedoch automatische Kommentare, die darauf hinweisen, dass jemand in einem eigenen Blog-Beitrag auf meinen Blog-Beitrag verlinkt hat. Die Blogsoftware scannt beim Speichern automatisch den Text nach Links und schickt an die Ziel-Blogs ein so genanntes „Ping“. Wenn das Zielblog (in diesem Beispiel mein eigenes), die Ping-Funktion unterstützt, hängt es automatisch einen Pingback-Kommentar an den verlinkten Artikel an. Damit sehe ich als Blog-Autor, dass mein Beitrag woanders verlinkt wurde.

Fazit

Kommentare machen Blogs lebendig und bringen oft eine Idee, die zunächst im Blog-Beitrag entwickelt wurde, richtig weiter. Als Blog-Autor sollte man die Kommentare zügig moderieren und sich (so gut es zeitlich eben geht) aktiv an der Diskussion beteiligen.

Der erste Teil dieses Beitrags hat dargelegt, warum es wichtig ist, das Urheberrecht und die Lizenzbedingungen von Fotos im Netz zu beachten. Im zweiten Teil werden nun einige Quellen von guten Fotos vorgestellt, die ausdrücklich für die Weiterverwendung freigegeben sind.

Wikimedia Commons

Wikimedia Commons ist das “Medienlager” der Wikipedia. Es ist eine Sammlung von bisher (Stand: November 2009) über fünf Millionen Mediendateien, die alle frei verwendbar sind. Zum Beispiel dieses Foto von einem Tornado in den USA.

Tornado

Foto von Justin Hobson

In Wikimedia Commons ist unterhalb von jeder Mediendatei angegeben, welche Lizenz dafür gilt. In diesem Fall stehen dort mehrere Lizenzen. Die Creative Commons Lizenz ist am leichtesten zu verstehen und enthält alle für unseren Zweck wichtigen Aussagen (sie ist zunächst auf Englisch formuliert, aber es gibt einen Link für die deutsche Version)

Kurz gesagt: Du darfst die Datei vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen sowie Bearbeitungen davon anfertigen, solange du den Urheber in angemessenem Umfang nennst und die Bearbeitungen nur unter einer Lizenz veröffentlichst, die mit dieser kompatibel ist.

Wichtig ist, den Urheber in “angemessenem Umfang” zu nennen. Beim Foto oben habe ich seinen Namen angegeben und auf die Seite verlinkt, auf der das Foto  in Wikimedia Commons gespeichert ist. Diese Quellenangabe ist immer Pflicht. Die einzige Ausnahme sind Fotos, bei denen als Lizenz “gemeinfrei” oder auf Englisch “public domain” angegeben ist. Diese dürfen ohne Quellenangabe für jeden Zweck verwendet werden.

Google Bildersuche – erweitert

In der erweiterten Bildersuche von Google gibt es die Möglichkeit, die gefunden Bilder nach Lizenzen zu filtern. So kann ich mir z.B. nur Fotos anzeigen lassen, die ausdrücklich zur Wiederverwendung freigegeben sind.

 

Flickr Suche – erweitert

Flickr ist ein Fotodienst, bei dem man seine Bilder hochladen und damit im Netz veröffentlichen kann. Flickr richtete sich vor allem an Privatleute für ihre privaten Fotos. Trotzdem finden sich natürlich auch viele Fotos von guten bis sehr guten Hobbyfotografen – und diese geben ihre Bilder manchmal auch unter einer Creative Commons Lizenz frei, so dass man sie z.B. im eigenen Blog verwenden darf.

Man findet solche Bilder wiederum über die erweiterte Suche indem man das entsprechende Kästchen ganz unten auf der Seite aktiviert.

Flickr erweiterte Suche

Weitere Quellen

Es gibt noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten, an gute Fotos zu kommen, ohne das Urheberrecht zu verletzen. Mein früherer Beitrag Impulsfotos für Präsentationen erklärt dazu Näheres.

Autor immer angeben

Für die Bildquellen, die mit einer Creative Commons Lizenz arbeiten, gilt, dass der Autor bzw. Fotograf angemessen genannt werden muss. Das ist neben der rechtlichen Voraussetzung aber schon allein eine Frage der Höflichkeit und des Anstandes: wenn mir ein kreatives Werk von einer Person so gut gefällt, dass ich es gern in meinem Blog verwenden möchte, sollte ich auch sagen, von wem es stammt und mich nicht mit fremden Federn schmücken.

Wenn man diese Grundregel beherzigt, findet man in den genannten Quellen eine große Zahl guter Fotos, die man nach Herzenslust verwenden kann, ohne rechtliche Probleme zu bekommen.

Blogs sind dazu da, dass man Gedanken, Ideen, Informationen aufschreibt. In Textform. Blogs sind ein Textmedium (Foto- und Video-Blogs ausgenommen).

Aber auch in einem von Text geprägten Blog möchte man vielleicht die Botschaft des Textes mit einem Bild verdeutlichen, den Text mit einem ausdrucksstarken Foto illustrieren.

Für den Artikel über die Führerscheinprüfung ist mit wenigen Klicks bei der Google Bildersuche ein tolles Foto von einem Formel 1 Rennwagen gefunden. Tolle Bildeinstellung, der Lack des Wagens glänzt in der Sonne, das Auto gestochen scharf, der Hintergrund wegen der hohen Geschwindigkeit etwas verschwommen. Wirklich toll fotografiert.

Dieses Foto sieht so toll aus, weil es mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem professionellen Fotografen geschossen wurde. Dieser verdient sein Geld mit solchen Fotos und darum verschenkt er sie nicht. Das Foto ist daher ziemlich sicher nicht zur freien Verwendung durch jeden beliebigen Internetnutzer freigegeben.

Wie verdient man mit kreativen Werken Geld?

Jedes kreative Werk wie z.B. ein Foto, ein Lied oder ein Film, aber natürlich auch Bücher, Zeitungsartikel und vieles mehr, wird in Deutschland durch das Urheberrecht geschützt. Das bedeutet, dass der Urheber entscheiden darf, ob und in welcher Form sein Werk veröffentlicht und verbreitet werden darf. Wenn jemand z.B. als Fotograf sein Geld verdient, dann gewährt er normalerweise so genannte “Lizenzen” für die Verwendung der Bilder. Eine Lizenz legt genau fest, in welchem Zusammenhang und wie oft z.B. ein Foto verwendet werden darf und was das kostet. Eine Zeitschrift, die dieses Foto drucken möchte, muss also die Lizenz dafür beim Fotografen kaufen. Wenn die Zeitung das Bild auch noch auf ihrer Website verwenden möchte, muss sie eine eine weitere Lizenz erwerben. Auf diese Weise stellt der Fotograf sicher, dass er von seiner Arbeit leben kann, denn diese Lizenzen sind seine Einnahmequelle. Von diesen Einnahmen finanziert er seine Ausrüstung, die Reisekosten zu den fotografierten Events, das Entwicklungslabor, seine Miete und sein Mittagessen.

Wenn seine Fotos ohne Lizenz öffentlich verwendet werden, weil sie aus der Bildersuchmaschine einfach kopiert und in ein Blog gepostet werden, verliert der Fotograf Einnahmen. Im Extremfall muss er seine Arbeit aufgeben, weil mehr seiner Fotos ohne Bezahlung online verwendet werden und daher den professionellen Kunden vielleicht kein Geld mehr wert sind. Daher geht der Fotograf gegen den “Bilderklau” vor. Als Blogger, der ein Foto unrechtmäßig verwendet, bekommt man dann eventuell Post vom Anwalt des Fotografen – eine so genannte “Abmahnung”. In dieser wird man aufgefordert, das Foto von der Website zu nehmen. Zusätzlich muss man aber die entstanden Anwaltskosten bezahlen – das können schnell mehrere hundert Euro sein.

Manchmal sind die Profis nachsichtig mit unbedarften Bloggern und weisen ohne anwaltliche Abmahnung auf die Urheberrechtsverletzung hin. Dann reicht es, das Bild aus dem eigenen Blog zu nehmen und alles ist vergessen. Auf diese Nachsicht sollte man sich aber nicht verlassen. Bekommt man trotz allem eine Abmahnung, gibt es hier Tipps, wie man damit umgehen sollte: Abmahnung – ein Überblick für Blogger.

Unter welcher Lizenz steht das Werk?

Generell gilt: bei jedem fremden Werk, das ich in meinem Blog verwenden möchte, muss ich klären, unter welcher Lizenz es veröffentlicht wurde. Ist keine Lizenz ausdrücklich genannt, behält sich der Urheber alle Rechte vor – das heißt, ohne ausdrückliche Erlaubnis darf ich das Werk nicht verwenden.

Bei der Suche nach geeigneten Werken sind zwei Lizenzen besonders interessant, weil sie die Verwendung ohne besondere Erlaubnis ermöglichen:

  • Die Creative Commons Lizenz: Sie erlaubt ausdrücklich die Verwendung unter bestimmten Bedingungen, ohne dass man um Erlaubnis fragen muss (welche Bedingungen genau einzuhalten sind, kann man in der Regeln allgemein verständlich nachlesen, wenn man auf den Namen der Lizenz klickt). Zur Verdeutlichung hier eine Übersicht von Creative Commons Lizenzen.
  • Gemeinfreie Werke (auf Englisch: public domain): das sind Werke, die keinem Urhebberrecht unterliegen und damit frei verwendet werden dürfen.

Wie man Werke mit solchen Lizenzen findet, erklärt der zweite Teil dieses Beitrags Blogs illustrieren – Fotos finden.

    Zitieren erlaubt

    Ausnahmen von den oben genannten Einschränkungen für die Verwendung von Werken sind Zitate, z.B. von Texten. Diese sind in begrenztem Umfang erlaubt, sofern ich mich in meinem Text mit dem zitierten Text auseinandersetze. Wenn ich z.B. meine Meinung zu einem Zeitungsartikel schreibe, darf ich im Umfang von einigen Zeilen den besprochenen Text zitieren (unter Angabe der Quelle). Ich darf aber nicht mehrere Abschnitte am Stück wörtlich wiedergeben, ohne diese inhaltlich zu besprechen. (Ich schreibe bewusst “einige Zeilen”, denn eine klare Angabe zum erlaubten Umfang gibt es nicht).

    Auch Bilder darf ich “zitieren”. Wenn ich z.B. in meinem Blog die Titelbilder von Jugendbüchern interpretieren möchte, darf ich diese Bilder in den Artikel einbinden. Der Grund ist, dass ich mit wieder inhaltlich mit der Abbildung auseinandersetze. Wenn ich hingegen das Buch selbst bespreche, darf ich das Titelbild nicht einbinden – denn dann gilt des nicht als Bildzitat, weil ich mich ja mit dem Text des Buches auseinandersetze und nicht mit dem Titelbild als solchem.

    Das Urheberrecht ist kompliziert

    Aus den genannten Beispielen wird schon klar, dass es nicht reicht, mal eben die Google Bildersuche anzuwerfen, um ein tolles Foto aus dem Netz in einen Blogbeitrag einzubinden. Man muss dabei einige Punkte beachten, wenn man rechtlich auf der sicheren Seite stehen will. Im Zweifelsfall sollte man lieber auf das Einbinden eines Fotos verzichten, denn schnell hat man mit einem Foto (mp3-Song, Video, Text …), das man unberechtigterweise verwendet, eine Menge Ärger am Hals.

    Wie man dennoch gute Fotos findet, die man problemlos verwenden darf, erklärt der zweite Teil des Beitrags: Blogs illustrieren – Fotos finden

    Blogs sind eine feine Sache. Bei Anbietern wie WordPress.com kann man in wenigen Minuten ein eigenes Blog einrichten, das hübsch aussieht und in dem man ohne große Mühe seine Gedanken veröffentlichen kann. Wenn man einmal damit angefangen hat, geht das Schreiben von Beiträgen rasch von der Hand. Ein Titel – ein paar Zeilen Text – “Veröffentlichen” – fertig. Klingt einfach – und ist es auch und alle sind glücklich. Oder?

    • Nach einem Streit mit dem besten Freund ist es doch herrlich befreiend, wenn man den ganzen Frust mal aufschreiben und rausschicken kann. Danach fühlt man sich doch gleich besser.
    • Und der bescheuerte Englisch-Lehrer hat sowieso verdient, dass mal jemand öffentlich macht, wie miserabel sein Unterricht ist.
    • Und neulich habe ich endlich die neue Spielkonsole gekauft. Die Fotos vom Auspacken und den ersten Spielrunden stell ich gleich mal online …

    Spätestens jetzt solltet Ihr stutzig geworden sein. Denn natürlich ist es einfach, ein Blog einzurichten und Beiträge zu posten, aber genau darin liegt auch ein Risiko. Die Einfachheit verführt unter Umständen dazu, unbedacht Dinge zu veröffentlichen, die weitreichende persönliche oder rechtliche Folgen haben. Daher ist beim Bloggen einer der wichtigsten Grundsätze:

    Think before you post. — Denk nach, bevor Du etwas veröffentlichst.

    • Es ist etwas völlig anderes, in einem Streit jemandem etwas mündlich “an den Kopf zu werfen” oder es für alle Welt sichtbar im Blog zu veröffentlichen. Im zweiten Fall wird die persönliche Verletzung viel gravierender und die Freundschaft ist vielleicht ein für alle Mal ruiniert.
    • Die öffentliche Kritik am Englischunterricht könnte sogar rechtliche Folgen haben und in der Schule disziplinarische Maßnahmen nach sich ziehen. Je nach Zusammenhang könnte auch so etwas dabei heraus kommen:

      Rauswurf nach beleidigendem Kommentar in Facebook

      Ein unbedachter Kommentar in Facebook über den Chef hat hier direkt zum Rauswurf geführt – der erfolgte gleich per Kommentar ebenfalls in Facebook. Ob dieses Beispiel so stattgefunden hat oder gestellt ist, konnte ich nicht herausfinden. Dennoch ist die grundlegende Situation nicht abwegig.

    • Veröffentlichte Fotos erlauben besonders tiefe Einblicke in Dein Privatleben, so dass böswillige Menschen sich unter Umständen ein sehr genaues Bild davon machen können, wofür Du Dich interessierst, wo Du  wohnst, wo Du zur Schule gehst etc. All das möchte man sicherlich nicht jedem x-beliebigen Menschen zugänglich machen.

    Dieses Video bringt die Risiken schön auf den Punkt.

    Was gibt es zu beachten?

    1. Persönlichkeitsrechte wahren — Jeder Mensch hat gesetzlich geschützte Persönlichkeitsrechte. Dieser Beitrag bei iRights erklärt, worin diese bestehen und worauf man achten muss. Urheber- und Persönlichkeitsrechte in sozialen Netzwerken

    2. Datensparsamkeit — Grundsätzlich sollte man sich fragen, welche persönlichen Daten man mit der Welt teilen möchte und welche nicht. Gerade wenn man erst anfängt zu bloggen, sollte man lieber etwas “zu anonym” vorgehen als zu persönlich.

    Man kann zum Beispiel über Erlebnisse reflektieren (was bedeutet das?), ohne die Namen der Beteiligten zu nennen.  Außerdem kann man den eigenen Namen und Orte an denen sich beschriebene Erlebnisse abgespielt haben durch allgemeine Wörter ersetzen (z.B. “in der Stadt” anstatt “in Müllheim”).

    Mit der Zeit erarbeitet man sich etwas mehr Hintergrundwissen über die “Verhältnisse” im Netz und kann dann auch besser einschätzen, welche persönlichen Einblicke man gewähren möchte und welche nicht. Für den Anfang ist es empfehlenswert, mit konkreten Daten zurückhaltend zu sein.

    (Das Gleiche gilt übrigens auch für social networks wie SchülerVZ oder Facebook. Dieser Artikel in der ZEIT thematisiert die Preisgabe von Daten in sozialen Netzwerken: Ein Schatz für Werbekunden. Bei einem Blog ist die Situation etwas anders, weil man üblicherweise nicht so viele Einzelheiten von sich einträgt wie z.B. im SchülerVZ, dennoch existieren die dort angesprochenen Risiken in ähnlicher Weise.)

    3. Urheberrecht — Wann immer man etwas postet, das man nicht selbst geschrieben, fotografiert oder gefilmt hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man das Urheberrecht verletzt. (Und bei den selbst fotografierten und gefilmten Inhalten ist das oben genannte Persönlichkeitsrecht evtl. abgebildeter Personen zu beachten). Worauf es beim Urheberrecht ankommt, erklärt die Website iRights. (Der oben bereits angegeben Beitrag liefert eine gute Einführung.)

    Fazit

    Bloggen kann viel Freude machen, wenn man Texte bewusst schreibt und diese mit Bedacht veröffentlicht. Dann kann das Schreiben die eigenen Gedanken klarer ausformen und im Austausch mit Lesern können wertvolle Diskussionen entstehen.

    Der Grundsatz Think before you post hilft, dass man nichts veröffentlicht, was man später bereuen muss.

    „Diese Seite befindet sich noch im Aufbau. Bitte schauen Sie später wieder vorbei.“

    Diesen Satz, meist zusammen mit einer billigen, hüpfenden oder sich wild drehenden Grafik findet man häufig auf neuen Websites oder Blogs. Für den Leser hat diese Botschaft keinerlei positiven Wert – im Gegenteil: sie sorgt dafür, dass jemand eher nicht wieder kommt.

    Was sagt das Baustellenschild (ob als Grafik oder in Worten) dem Besucher? Der Autor der Website hat Pläne. Er möchte seine Site später noch erweitern. Möglicherweise wird sogar angekündigt, welche (tollen) Beiträge noch geplant sind.

    Ich lande auf einem Blog aber nicht wegen der Pläne, die jemand hat, sondern weil ich konkrete Inhalte suche. Diese möchte ich entweder direkt finden oder ich möchte klar erkennen, dass ich woanders suchen muss. Der Hinweis, dass die Inhalte später hinzugefügt werden, bringt mir überhaupt nichts. Die Titel oder die Überschrift der Seite haben angedeutet, dass es hier etwas zu finden gibt, der Inhalt sagt jedoch, dass dieses Etwas erst später kommt (wenn überhaupt). Ich habe hier gerade meine Zeit verschwendet.

    Wie macht man es besser?

    Eine private Website oder ein Blog sind zunächst mal das private Vergnügen des Betreibers. Man muss sich nicht dafür rechtfertigen, wenn nur wenige Inhalte vorhanden sind oder etwas „fehlt“. Man erwähnt das „Fehlende“ einfach nicht.

    Wenn der Titel oder die Beschreibung der Website bestimmte Inhalte nahelegen, die aber noch nicht vorhanden sind, dann bin ich entweder mit der Site zu früh online gegangen oder ich habe den falschen Titel gewählt. Wenn ich z.B. ein Blog mit dem Titel „Tausend Tipps und Tricks für Skater“ erstelle, kann ich die Site nicht online schalten, wenn ich erst zwei Tipps habe. Dann muss ich eben geduldig noch einige mehr schreiben, bis die Besucher mir abnehmen, dass ich wirklich „viele“ Tipps parat habe. Besser noch: ich nenne das Blog „Skater Tipps“ oder „Skater Blog“, dann baue ich erst gar keine (falschen) Erwartungen bezüglich der Menge der Inhalte auf.

    In keinem Fall sollte ich aber auf den „Baustellensatz“ zurückgreifen. Der nervt immer.

    Werner Prüher beschreibt Strategien, wie man neue Blogs zum Abonnieren auswählt (oder eben nicht).

    Warum ist dieser Post gut?

    Der Beitrag hat einen aussagekräftigen Titel, der das Thema klar anspricht.

    Der Beitrag nimmt Bezug auf eine Sammlung von Strategien, die ein weiterer Autor zusammen gestellt und bewertet hat. Damit erhalte ich als Leser schon einen Überblickt. Anschließend ergänzt der Autor seine eigene Herangehensweise und gibt damit Anregungen für den Leser, wie man diese Aufgabe angehen könnte.

    Der typische Leser dieses Blogs wird ebenfalls mehrere Blogs lesen. Werner Prüher kann daher davon ausgehen, dass die Informationen für den Leser relevant sind.

    Schließlich hat Prüher noch eine Symbolgrafik eingebaut – das ist nicht nötig, lockert das Ganze aber auf.

    Wenn man mehrere Blogs regelmäßig lesen möchte, wird das “von Hand” (d.h. durch einzelnes Besuchen der Blogs unter ihrer jeweiligen Webadresse) schnell umständlich. Daher bieten Blogs ihren Inhalt auch in einer Form an, die man abonnieren kann: diese Form heißt “Feed” (auf deutsch in etwa mit “Datenstrom” zu übersetzen). Jedes Mal, wenn ein neuer Beitrag erscheint, wird der Feed automatisch aktualisiert.

    Man braucht ein spezielles Leseprogramm (einen sog. RSS-Reader oder Feed-Reader), um einen Feed zu abonnieren. Der Reader prüft regelmäßig die abonnierten Feeds und zeigt an, welche Blogs neue Beiträge haben. Damit öffnet man dann nur noch den Reader und sieht auf einen Blick, was es auf den abonnierten Blogs Neues zu lesen gibt.

    Was ist RSS?

    Was RSS ist und wie es funktioniert, erklärt dieser Beitrag von Apl Uckan: “Was ist RSS”

    Dieses Video erklärt das ebenfalls anschaulich, allerdings etwas schnell.

    Wo bekommt man einen Feed-Reader her?

    Ein sehr guter kostenloser Feedreader zum Installieren auf dem eigenen Rechner (Windows) ist Feeddemon.

    Für den Mac gibt es ebenfalls gute und kostenlose Feedreader:

    • NetNewsWire (sehr gut und ausgereift)
    • Vienna (etwas einfacher und mit weniger Funktionen)

    Wenn man kein Programm installieren, sondern den Reader lieber im Webbrowser benutzen möchte, ist Google Reader eine sehr gute Lösung.

    Wie man mit Google Reader umgeht, erklären folgende Videos:

    Feeds abonnieren

    Den Feed einer Website zu abonnieren, ist ganz leicht. Wenn eine Website einen Feed anbietet, man normalerweise irgendwo auf der Seite ein solches Icon:

    Feed-Icon

    Dieses ist typischerweise ein Link mit der Feed-Adresse. Man klickt mit der rechten Maustaste auf das Symbol und kopiert den Link.

    Im Feedreader wählt man “Neuen Feed abonnieren” (oder einen ähnlich lautenden Befehl – die genaue Formulierung variiert natürlich in den einzelnen Programmen) und bekommt dann normalerweise ein Feld, in das man die gerade kopierte URL einfügen kann. Nach dem Bestätigen hat man die betreffenden Website abonniert und kann künftig die Updates dieser Site im Feedreader lesen.

    Feeds sind die Lebensadern von Blogs. Wenn man ernsthaft mehrere Blogs verfolgen und mit den Autoren diskutieren möchte, kann man nur per RSS-Feed auf dem Laufenden bleiben.

    Ein Blog bei WordPress.com hat mehrere Feed im Angebot, deren URL immer nach dem selben Muster aufgebaut ist (im Folgenden ist “[blogname]” jeweils durch den Namen des eigenen Blogs zu ersetzen).

    Es gibt noch weitere Feeds, die auf der Feed-Hilfeseite von WordPress.com beschrieben sind.

    Der Wichtigste Feed für Leser ist natürlich der Feed der eigentlichen Posts. Wenn man regelmäßig auf den gleichen Blogs kommentiert, kann auch der allgemeine Kommentarfeed sehr nützlich sein. Und für Leute, die mehrmals täglich in den Feedreader schauen, lohnt sich evtl. auch der Kommentarfeed für einen einzelnen Beitrag, wenn dort gerade eine intensive Diskussion im Gange ist, wie zum Beispiel in diesem Beitrag von Herrn Larbig.

    Darüber hinaus bietet WordPress.com noch die Möglichkeit, über Folgekommentare per E-Mail benachrichtig zu werden. Dazu kreuzt man einfach beim Posten eines Kommentars die entsprechende Checkbox (“Ankreuzkästchen”) an.

    Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um über Updates per E-Mail benachrichtigt zu werden.

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