„Diese Seite befindet sich noch im Aufbau. Bitte schauen Sie später wieder vorbei.“

Diesen Satz, meist zusammen mit einer billigen, hüpfenden oder sich wild drehenden Grafik findet man häufig auf neuen Websites oder Blogs. Für den Leser hat diese Botschaft keinerlei positiven Wert – im Gegenteil: sie sorgt dafür, dass jemand eher nicht wieder kommt.

Was sagt das Baustellenschild (ob als Grafik oder in Worten) dem Besucher? Der Autor der Website hat Pläne. Er möchte seine Site später noch erweitern. Möglicherweise wird sogar angekündigt, welche (tollen) Beiträge noch geplant sind.

Ich lande auf einem Blog aber nicht wegen der Pläne, die jemand hat, sondern weil ich konkrete Inhalte suche. Diese möchte ich entweder direkt finden oder ich möchte klar erkennen, dass ich woanders suchen muss. Der Hinweis, dass die Inhalte später hinzugefügt werden, bringt mir überhaupt nichts. Die Titel oder die Überschrift der Seite haben angedeutet, dass es hier etwas zu finden gibt, der Inhalt sagt jedoch, dass dieses Etwas erst später kommt (wenn überhaupt). Ich habe hier gerade meine Zeit verschwendet.

Wie macht man es besser?

Eine private Website oder ein Blog sind zunächst mal das private Vergnügen des Betreibers. Man muss sich nicht dafür rechtfertigen, wenn nur wenige Inhalte vorhanden sind oder etwas „fehlt“. Man erwähnt das „Fehlende“ einfach nicht.

Wenn der Titel oder die Beschreibung der Website bestimmte Inhalte nahelegen, die aber noch nicht vorhanden sind, dann bin ich entweder mit der Site zu früh online gegangen oder ich habe den falschen Titel gewählt. Wenn ich z.B. ein Blog mit dem Titel „Tausend Tipps und Tricks für Skater“ erstelle, kann ich die Site nicht online schalten, wenn ich erst zwei Tipps habe. Dann muss ich eben geduldig noch einige mehr schreiben, bis die Besucher mir abnehmen, dass ich wirklich „viele“ Tipps parat habe. Besser noch: ich nenne das Blog „Skater Tipps“ oder „Skater Blog“, dann baue ich erst gar keine (falschen) Erwartungen bezüglich der Menge der Inhalte auf.

In keinem Fall sollte ich aber auf den „Baustellensatz“ zurückgreifen. Der nervt immer.

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